Christian Zierhut advises international brands
on the protection of their identity,
their designs and their trademarks.
His work focuses on brands
whose products are sought after worldwide
– and therefore frequently copied.
Successful products spread globally within days.
What is admired is quickly copied – often professionally and internationally.
Brand protection is therefore no longer just a legal issue.
It is part of protecting the strategy and identity of a company.
Warum Jura?
Ich komme aus einer Unternehmerfamilie.
Bereits während meiner Schulzeit war ich verantwortlich
für den Betrieb von Elektronikmärkten in einer Größenordnung
vergleichbar mit Saturn oder Media Markt –
inklusive Einkauf, Werbung und Personal.
Das hat meine Perspektive früh geprägt.
Ich habe gesehen, wie viel Aufwand, Risiko und Kapital
nötig sind, um ein erfolgreiches Produkt oder eine Marke aufzubauen.
Wenn andere diese Leistung kopieren, entsteht nicht nur
ein wirtschaftlicher Schaden –
es ist auch eine Frage der Fairness.
Das hat mich dazu gebracht, mich mit dem Schutz
geistigen Eigentums zu beschäftigen.
Gab es einen Fall aus Ihren frühen Berufsjahren,
der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Zu Beginn meiner Laufbahn vertrat ich
einen kleinen deutschen Verlag in einem Streit
mit einem großen Medienkonzern.
Es war ein klassischer David-gegen-Goliath-Fall –
und wir haben gewonnen.
Gegen Axel Springer zu gewinnen,
vergisst man nicht.
Was treibt Ihre Arbeit heute an?
Mich faszinieren Unternehmen,
die etwas wirklich Eigenständiges schaffen.
Echte Kreativität ist selten.
Sie zu schützen, ist entscheidend.
Meine Arbeit im Markenschutz begann
Anfang der 2000er Jahre im Automotive-Bereich.
Verfahren für Unternehmen wie
Rieger Tuning oder KW Automotive
deckten internationale Lieferketten
für gefälschte Fahrzeugteile auf.
Diese Fälle haben gezeigt,
dass konsequente Durchsetzung
ganze Märkte verändern kann.
Heute konzentriert sich meine Arbeit
zunehmend auf Marken aus der Welt
hochleistungsorientierter Ingenieurskunst.
Dazu gehören unter anderem
KTM und RUF Automobile.
Bei solchen Marken bedeutet Markenschutz
weit mehr als nur einen Namen zu verteidigen.
Es geht darum, Technik, Design
und Herkunft zu schützen.
Christian Zierhut berät internationale Marken beim Schutz ihrer Identität, ihrer Designs und ihrer Markenrechte.
Milestones
UNIcomp
1996 gegründet, gehörte UNIcomp zu den frühen
Computer-Direktvertrieben in Deutschland.
Das Unternehmen erkannte früh den Wandel hin zu
direkten und später auch digitalen Vertriebsmodellen –
zu einer Zeit, als Unternehmen wie Dell diesen Ansatz
international etablierten.
Mit Standorten in vielen Universitätsstädten,
wurde das Unternehmen nach drei Jahren
erfolgreich veräußert.
Diese Erfahrung führte mich früh an
Unternehmertum, Märkte
und Produktinnovation heran.
Internationale Public-Health-Projekte
Während der Ebola- und Covid-Krisen lieferte
mein Unternehmen Wasserdesinfektionstechnologie
für die International Organization for Migration
und das Rote Kreuz in Westafrika.
Die Systeme wurden in Feldkliniken,
Krankenhäusern und an internationalen Flughäfen eingesetzt.
Automotive Brand Protection
Große Durchsetzungsverfahren
für Unternehmen wie Rieger Tuning
und KW Automotive.
Diese Verfahren deckten internationale
Lieferketten gefälschter Fahrzeugteile auf
und wurden zu einem Wendepunkt
für das Bewusstsein der Branche
im Umgang mit Produktpiraterie.
Anti-Counterfeiting Task Force
Mein Engagement in Westafrika führte später
zu einem offiziellen Mandat der Regierung
von Gambia im Kampf gegen gefälschte Medikamente –
ein Thema, das für viele Menschen
in der Region lebensentscheidend ist.
Globale Markenprojekte
Arbeit für internationale Marken, darunter
Stan Lee (POW!), WHAM-O,
Zapf Creation, Monchhichi,
die Frida Kahlo Corporation,
Christian Audigier & Ed Hardy
sowie Lizenzstrukturen rund um
MotoGP-Weltmeister Valentino Rossi.
High-Performance Brands
In jüngerer Zeit kehrte der Fokus
verstärkt in die Welt
hochleistungsorientierter Ingenieursmarken zurück –
darunter KTM und RUF Automobile.
RUF Automobile
Die Zusammenarbeit mit RUF Automobile
ist für mich etwas Besonderes.
Der Hersteller aus Pfaffenhausen,
geführt von Alois Ruf,
genießt unter Automobilenthusiasten weltweit
legendären Status.
Über die Jahre ist daraus
ein enges Vertrauensverhältnis entstanden.
Meine Arbeit geht dabei weit über
klassischen Markenschutz hinaus.
Sie umfasst Verträge, strategische Fragen
der Markenführung sowie den Schutz
technischer Innovationen.
Bei Marken wie RUF bedeutet Markenschutz
weit mehr als nur einen Namen zu verteidigen.
Es bedeutet,
Technik, Design
und Herkunft zu schützen.
„Ich habe nie Marken als juristische Konstrukte betrachtet.
Mich interessieren Strukturen.
Wie bleibt Exklusivität kontrollierbar?
Meine Arbeit beginnt dort, wo klassische Abmahnlogik endet.
Wie setzt man international ein Zeichen, ohne Lautstärke zu erzeugen?